VRZ-DHS

VRZ - DHS

 

Die Vereinigten Rassehunde-Züchter e.V. (VRZ) sind durch ihren am 24. März 1966 in Ansbach gegründeten Vorgängerverein “Allgemeiner Deutscher Rassehunde-Zucht und Liebhaberverein e. V.” (ADRZ), der älteste deutsche “Rassehunde-Gemischt-Verein”. Dies geschah nach dem ältesten deutschen Vorbild, der 1879 gegründeten “Delegierten-Commission” (DC) mit ihrem DHSt.B (Deutsches Hunde-Stamm-Buch). Beide wurden 1935 von der Gestapo zwangsaufgelöst und ihr gesamtes Vermögen eingezogen.

 

 

Ich habe mich bewusst dafür entschieden kein Mitglied eines VDH/FCI angehörigen Vereins zu werden.

Das lag damals daran, dass der VDH zu dem Zeitpunkt, den Farbschlag 'merle' bei dem Prager Rattler nicht anerkannt hat. Dies habe ich schriftlich mitgeteilt bekommen (Link: Screenshot-Email). Zusätzlich hätte man die Ahnentafel meiner Hunde gelöscht und sie würden nur registriert. Dh. Registerahnentafeln erhalten ohne jegliche Ahnen.

 

Mittlerweile ist der Farbschlag merle nach dem FCI Standard anerkannt, aber warum sollte ich jetzt noch nach all den Jahren wechseln und die Ahnentafeln löschen lassen?

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Verein und erfülle genauso alle Auflagen, sogar mehr als gewünscht und züchte eh nach dem Standard.

 

Außerdem überzeugen mich nach wie vor ua. die demokratischen Ansichten der VRZ - Der Verein anerkennt alle neben ihm stehenden Hundeverbände und Vereine. Das ist für meine Zuchtstätte in Deutschland, bezüglich der noch relativ jungen Rasse Prager Rattler, definitiv ein großer Vorteil. Ich muss auch zugeben, dass ich mich für Geschichte sehr interessiere und nachdem ich erfahren habe, wie der VDH ursprünglich entstanden ist, hat mich das natürlich auch ein wenig beeinflusst.

 

"Unter dem Begriff „Dissidenz“ versteht man alle Vereine, die nicht dem VDH angehören. Der VDH ist der „Verband des deutschen Hundewesens“, der viele verschiedene Rassezuchtvereine betreut und der FCI angehört. Dissidenz bedeutet „anders denkend“, der Begriff wurde im dritten Reich geprägt, wo auch der VDH seinen Anfang hat. Bei Hitlers Machtergreifung wurden alle Verbände gezwungen sich aufzulösen und sich dem Reichsverband anzuschließen. Als Dissidenz wurden damals Vereine bezeichnet, die sich nicht dem Nazi-Regime unterordnen wollten und eben „anders“ dachten.

Soweit zu dem geschichtlichen Abriss.

 

Doch welche Unterschiede gibt es heute zwischen den zwei Möglichkeiten zum Kauf eines Rassehundes? Der VDH akzeptiert nach wie vor nur die Hunde die unter ihm gezüchtet wurden. Daher dürfen Rassehunde aus ihm fremden Vereinen, nicht an den Events teilnehmen, die vom VDH ausgerichtet werden. Weder bei Arbeitsprüfungen, noch auf den Ausstellungen, oder sportlichen Wettbewerben vom VDH/FCI dürfen sie uneingeschränkt teilnehmen.

 

Bedeutet das, dass man mit einem Hund von einem Vereins-Züchter der nicht dem VDH angehört, an keinen Hunde-Events teilnehmen kann?

 

Nein, das bedeutet es nicht. Auch die Vereine die nicht dem VDH angehören, richten zahlreiche Ausstellungen, Prüfungen und sportlichen Events aus. Die Teilnahme an diesen ist nicht an einem bestimmten Verband oder Verein gebunden.

 

Gibt es gesundheitliche Unterschiede zwischen Welpen aus VDH-Vereinen und Nicht-VDH-Vereinen?

 

Nein. Seriöse Hundezuchtvereine bestehen sowohl hier, als auch da darauf, dass die Elterntiere auf rassetypische Krankheiten gründlich untersucht werden. Ebenso gibt es in beiden „Lagern“ Vereine bei denen die Gesundheitsuntersuchungen oder andere Punkte die für die Zuchttauglichkeit der Tiere ausschlaggebend sind, nicht ausreichend gefordert werden.

 

Oftmals ist das Verantwortungsgefühl jedes einzelnen Züchters gefragt. Daher sollte dokumentierte, nachvollziehbare Transparenz gegenüber den Welpeninteressenten selbstverständlich sein. Auch die Ahnen betreffend. Jedoch macht es auch da keinen Unterschied welchen Verein der Züchter angehört.

 

...Der Züchter und seine Tiere machen eine gute und seriöse Zucht aus, nicht der Verein der die Papiere ausstellt."

Quelle:www.flatcoated-zuechter.de