Koko

Koko

 

Ich habe  das blinde Hundemädchen in einem Käfig in der BlueCross Krankenstation entdeckt.  Sie ist blind und vermutlich taub und war in einem kleinen Käfig eingesperrt. Sie lag auf einer schmutzigen und durchnässten Zeitung, sie tat mir so Leid.  Sie wurde vor wenigen Tagen auf der Strasse gefunden, als sie verängstigt in einer Ecke lag.

 

Eine Passantin hat sie in die Krankenstation gebracht (sowas ist keine Selbstverständlichkeit in Indien).  Sie ist ca 8 Wochen alt, ich konnte einfach nicht anders und habe sie bei uns aufgenommen. Sie wäre vermutlich dort eh gestorben und mit der Behinderung in dem kleinen Käfig ganz alleine! Unvorstellbar schlimm! Ihr Name bedeutet in einer der indischen Sprachen:  Die Nacht - Weil sie nichts sehen kann. Sie ist ebenfalls eins unserer Pflegekinder.

 

 

Koko wird zu einer richtigen Schönheit.

Sie kommt mit ihrer Behinderung sehr gut zu Recht.


Kokos Leid

Wie haben Koko und Babu von einem indischen Tierarzt Dr. Deshkar, bei uns in der Garage kastrieren lassen. Leider hat dieser Tierarzt sehr schlecht gearbeitet. Nach ca. 14 Tagen entzündete sich die Wunde bei Koko massiv und es kam sehr viel Eiter heraus. Ich habe sie in der Praxis von Dr. Bharath vorgestellt und er holte mehrere Baumwolle-Nähte aus der Bauchhölle heraus.

 

Man vernäht normalerweise innen mit resorbierbaren Nähten! Das war ua. der Grund für die Infektion, außerdem hat sich ein Vakuum in der Bauchhölle gebildet. Nach mehreren Wochen Tamponadewechsel und Antibiotika - Behandlung, hat sich die Wunde geschlossen. Dr. Bharath ist es gelungen alle Nähte ohne Betäubung und sanft aus der Bauchhölle zu entfernen. Allerdings war die Freude von kurzer Dauer. Ca 1,5 Monate nach dem Eingriff wurde Koko läufig.

 

Ihre Vulva war überdimensional groß und sie blutete. Laut des Operateurs, hätte er die Eierstöcke entfernt. Seine Erklärung  für die Läufigkeit war: Teile der Eierstöcke hätten sich selbst regeneriert und sie hätte "hormonelle Imbalance". Dies hat er mir schriftlich wie auch am Telefon beteuert. So viel Blödsinn habe ich selten gehört!

 

Sobald es wieder möglich ist, wird Koko erneut kastriert werden müssen, diesmal aber von einem kompetenten Tierarzt. Sowas ist natürlich völlig unnötig und  stellt ein neues Risiko dar. Da wir aber nicht genau wissen, was der Grund für Kokos Behinderung ist, muss auf jeden Fall sicher gestellt werden das sie zeugungsunfähig ist.

 

Dr. Bharath hat bei Koko Ultraschall Untersuchung gemacht und sie wurde geröntgt: Dr. Deshkar hat komplett den rechten Eierstock drinn gelassen!

UNFASSBAR!

 

 

Diese Informationen bekam ich von einer indischen Tierschützerin:

 

Staatlichen Tierärzte die Straßenhunde kastrieren sind noch dreister. Sie markieren zum Teil nur die Ohren, ohne überhaupt zu operieren. Kassieren nur das Geld vom Staat dafür. Niemand überprüft das - Denn die Hunde werden einfach an dem Ort rausgelassen, wo man sie gefangen hat. Es finden ja regelmäßig Fangaktionen statt, die niemand privat veranlasst. Es werden aber immer häufiger 'Prüfer' eingesetzt, die die entnommenen Organe zählen, ansonsten erhalten die Ärzte keine Vergütung für die staatlichen Kastrationen.